Eine kurze Tangogeschichte
Tango Argentino – seit Oktober 2009 UNESCO Weltkulturerbe
Ausgehend von den Hauptstädten Buenos Aires (Argentinien) und Montevideo (Uruguay), wo er in der sozialen Unterschicht verwurzelt war, hat es der südamerikanische Tango auf die Liste der schützens- und erhaltenswerten immateriellen Kulturgüter geschafft. Eigentlich müsste er allerdings Tango Ríoplatense heißen, da der Tango in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts zu beiden Seiten des Río de la Plata entstanden ist.
Im späten 19. Jahrhundert mischten sich in Uruguay und Argentinien verschiedenste Kulturen - indigene Volksgruppen, afrikanische, brasilianische und europäische Einwanderer – auch auf den Tanzveranstaltungen, den sogenannten Milongas.
Ihre Melodien und Tänze verschmolzen zu etwas neuem. Die schwierigen Lebenssituationen, Arbeitslosigkeit auf viel zu begrenztem Raum und existenzielle Ängste prägten bald auch die vormals fröhlichen Milongas. Sehnsucht, das Schwere, Schmerz – all das fand sich in Musik und Bewegung wieder. Ja, wir hören das auch heute noch in vielen Kompositionen.
Links zur Tangoszene in Linz und Umgebung
Bitte selber auch Richtigkeit und Aktualität überprüfen.
Wöchentliche Milonga, dienstags 21 Uhr bei Robert Korntner in der
Casa del Pueblo im Volkshaus Dornach, Niedermayrweg 7,
4040 Linz
www.tangolinz-corazon.at +43 650 36 63 563
14-tägige Milonga freitags im Gartenatelier beim Schloss Eschelberg,
Infos bei Magnus Angermeier
+43 (0)7234 87 306, http://eschelberg.net/tango
Steyr
http://www.tango-steyr.at/
Studio LELA am Kreuzstöcklberg: 11.b Straße 4, 3331 Kematen an der Ybbs
Monatliche Milonga, jeden ersten Samstag von 18:00 bis 22:00
https://www.facebook.com/Studio.LELA.am.Kreuzstoecklberg
Sabine Leeb Wolfgang Lachkovics
[email protected] [email protected]
+43 664 5154948 +43 664 3304298
TANGO ARGENTINO LESSON mit EVA & KARL GEGENHUBER
Lederergass 32,
4020 Linz
0677 636 835 96
Milonguita Diferente - Chat & Dance
St. Markus, Gründbergstraße 2, 4040 Linz
Michael: 0664 9268040
In der Umarmung gehalten
Eingetreten in die Nacht
Durchquert die Dunkelheit
In der Bewegung.
An der zugeneigten Brust
Schweißnass im Duft
Seiner Arme.
Corinna Antelmann, „las almas del tango“
Die sozial abgesicherte argentinische Oberschicht lehnte den Tanz wegen seiner Nähe zu Armut, Verzweiflung und Anrüchigkeit ab. Hafenviertel und Slums wurden von ihnen gemieden.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entspannte sich die wirtschaftliche Lage in Argentinien und der Tango schaffte auch den Sprung nach Europa, wo er sich bald im Nachtleben etablierte. Erst bei seiner Rückkehr nach BA findet es allgemeine Anerkennung und feiert seinen Höhepunkt in den 30er und 40er Jahren. Zahlreiche Orchester unter der Leitung von berühmten Komponisten formieren sich.
Die Militärdiktatur Argentiniens vertrieb in den 70er und 80er Jahren nicht nur den Tango sondern auch viele Künstler und Künstlerinnen nach Europa, wo die Sehnsucht nach der Heimat in der Musik der Exilanten Ausdruck fand. Seinen endgültigen Siegeszug rund um die Welt lösten Shows wie “Tango Argentino” und “Tango Pasión” oder Filme wie “Tango Lesson” von Sally Potter und “Tango” von Carlos Saura aus.
Nach dem Ende der Diktatur kehrte der Tango wieder nach Argentinien zurück und ist inzwischen in Buenos Aires ein wichtiger Teil des Alltags und ein großer Magnet für Touristen geworden .